chorleiter

Stephan Gogolka

In Wiesbaden geboren, begann er dort seine musikalische Ausbildung bereits im Kindesalter. 1981 wurde er Mitglied des Wiesbadener Knabenchores und trat dort bald auch solistisch hervor. Als Schüler des Wiesbadener Konservatoriums wurde er schließlich im Gymnasiastenalter zusätzlich als Stipendiat der Gesangsabteilung weiter ausgebildet.

Nach dem Abitur im Wiesbaden folgte in Leipzig das Musikstudium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“, das er zunächst als klassischer Sänger (bei Prof. Hermann Christian Polster, Achim Wichert und Jürgen Kurth) und nach einem Zusatzstudium bei Prof. Gert Bahner als Dirigent abschließen konnte. Weiterbildende Studien führten ihn u.a. zu Magdalèna Hajòssyovà (Berlin), Richard Sigmund und Ubaldo Gardini (Italien).

Schon in den ersten Jahren in Leipzig konnte er viele junge Kollegen und Kolleginnen begeistern gemeinsam zu musizieren und zu konzertieren, dabei rief er eine Reihe großartiger Projekte ins Leben. Ein Projekt, das aus dieser Zeit besonders zu erwähnen ist, ist sein Stück „Carmen gegen den Rest der Welt“. Es wurde die Geburt von „Prof. Mario Kallas“. Eine Rolle, mit der er die Kapricen und Eigenarten großer Diven musikalisch intelligent und witzig karikiert und mit der er auf europäischen Kleinkunstbühnen oder auch in der Musikhalle (Laeiszhalle) in Hamburg und im Gewandhaus Leipzig zu sehen ist.

Als Sänger gastierte er außerdem an der Staatsoperette Dresden, am Theater Görlitz. Er sang in zahlreichen Konzerten, wie z.B. in den späten 90er Jahren mit dem Max-Klinger-Chor unter der Leitung von Frank Hirsch.

In Zusammenarbeit mit dem Neuen Salon Orchester Leipzig entstand 2008 die Aufnahme für die CD Salut d’ amour, auf der er als Chansonier der 20er und 30er Jahre zu hören ist.

Von 2001 bis 2006 war er regelmäßiger Dirigent am Internationalen Opernstudio Meran (Südtirol) in dem zahlreiche Opern- und Musicalproduktionen aufgeführt wurden. Für die Stücke Carmen, Le Nozze di Figaro, Jesus Christ Superstar, Il barbiere di Siviglia, La Serva Padrona war damit auch jeweils die Einstudierung verbunden. Weitere Gast-Engagements führten ihn als Korrepetitor 2005 an die Oper Leipzig und im November 2008 als stellvertretenden Chorassistenten an das Opernhaus Frankfurt/Main.

Als Dirigent und musikalischer Assistent des Thomaskantors Prof. Georg Christoph Biller arbeitete er von November 2006 bis Oktober 2008 mit dem Thomanerchor Leipzig. Seit April 2009 leitet Stephan Gogolka den Max-Klinger-Chor.

(Text: Jette von Pistor)

Michael Haffner

Im Januar 2006 übernahm Michael Haffner die Leitung des Max-Klinger-Chor e.V.

Er wurde am 22. April 1965 in Riesa geboren. Nach einem Studium zum Diplom-Ingenieur für Maschinenbau und einiger Jahre Berufstätigkeit studierte er von 1991 bis 1997 Musik und Germanistik an der Pädagogischen Hochschule Zwickau und der Universität Leipzig. Das sich anschließende Referendariat absolvierte er am Max-Klinger-Gymnasium in Leipzig. Während dieser Zeit wurde er mit der Leitung des Kinderchores betraut.

Im Dezember 2006 trat er Frank Hirschs Nachfolge an, unter dessen Führung er bereits seit 1997 als stellvertretender Chorleiter tätig war. Bis zum Februar 2009 hatte Michael Haffner die künstlerische Leitung des Max-Klinger-Chor e.V. inne.

Frank Hirsch, Ehrenchorleiter

Frank Hirsch wurde am 26.06.1939 in Stollberg/Erzgebirge geboren. Er studierte von 1957 bis 1960 Schulmusik und Germanistik in Leipzig an der Universität und der Pädagogischen Hochschule. Seit 1960 war er an Leipziger Schulen als Fachlehrer für Musik und Deutsch sowie als Leiter von Schulchören tätig.

Frank Hirsch war der Begründer und jahrelange musikalische und auch organisatorische Leiter aller Max-Klinger-Chöre. Über fast 35 Jahre bestimmte er das Geschehen bei den Max-Klinger-Chören. Seit der Gründung des Max-Klinger-Chor e.V. war er dessen Vorsitzender und wurde bei der Mitgliederversammlung 2006 zum Ehrenchorleiter ernannt. Seine Arbeit mit den Chören war geprägt von hohem Wissen und Können, von Vielseitigkeit und Qualität der Auswahl des Repertoires und von pädagogischem Einfühlungsvermögen. Er verstand es meisterhaft, seine inspirierende Musizierweise auf junge Menschen zu übertragen. Das Wirken von Frank Hirsch wurde durch zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen gewürdigt. So wurden ihm beispielsweise 1997 die „Silberne Chorleiter-Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes e.V.“ anlässlich seiner 25-jährigen Tätigkeit als Leiter des Max-Klinger-Jugendchores und 1999 der Ehrentitel „Chordirektor ADC“ (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände) verliehen. 2001 erhielt er das „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“. Diese hohe Auszeichnung ist gewiss auch eine Würdigung seines hohen Engagements um die Entwicklung eines demokratischen Chorwesens in Sachsen.

Seinem sicheren Instinkt für das Erkennen der Zeichen der Zeit folgend, scharte er bereits um die Mitte des Jahres 1989 eine Initiativgruppe von Chorleitern aus Leipzig um sich, die das Ziel hatten, sich von der Bevormundung durch das Bezirkskabinett für Kulturarbeit zu befreien und das Chorwesen neu zu orientieren. Folgerichtig wurde von dieser Gruppe auf seine Initiative am 03.03.1990 als erster Chorverband auf dem Gebiet der DDR der Leipziger Chorverband (LCV) gegründet, dessen Präsident er bis zu seinem Tod war. Es ist in erster Linie auch sein Verdienst, dass 1991 der CVS durch Zusammenschluss der Teilverbände Ostsächsischer Chorverband (OSCV, Dresden), Westsächsischer Chorverband (WSCV, Zwickau) und LCV gegründet und Mitglied des Deutschen Sängerbundes (seit 2005 Deutscher Chorverband) wurde. Er war zunächst Vizepräsident und seit 1993 Präsident dieses Landesverbandes.

Am 22.02.2006 starb Frank Hirsch nach langer Krankheit.