Konzerte

Klangbegegnungen – a capella 2018

Das Konzertjahr 2018 ist geprägt durch die Begegnung mit dem Pfarrchor Lana, einem Ensemble aus Südtirol, mit dem bereits 2016 ein musikalisches Projekt in Meran und Schlanders realisiert wurde, und dem gemeinsamen Auftritt des Max-Klinger-Chores mit der Sächsischen Bläserphilharmonie in der Berliner Philharmonie im Dezember 2018.

Unter dem programmatischen Titel Klangbegegnungen – a-cappella 2018 eröffnet der Chor seinem Publikum ein breites stilistisches Spektrum. Das Kyrie aus Josef Gabriel Rheinbergers (1839–1901) Cantus missae wirkt wie ein romantisches Klanggemälde im Stile der altklassischen Vokalpolyphonie. Dieses achtstimmige Werk, so sein Schüler, Joseph Renner, bildet den Höhepunkt unter den a-cappella geschriebenen Werken Rheinbergers. Cantus Missae schrieb Rheinberger 1878 und widmete das Werk Papst Leo XIII., der ihn im Gegenzug mit dem Ordine Equestre Pontificio di San Gregorio Magno, dem päpstlichen Ritterorden auszeichnete.

Neben einem klangvollen Chorarrangement von Wolfram Buchenberg, das meisterhaft die bekannte Volksliedmelodie „Kein schöner Land“ musikalisch verarbeitet, stehen ebenso Werke von Charles Villiers Stanford und Karl Jenkins, vielstimmige Gospelbearbeitungen und jazzige Vokalisen von Paul Sjölund und Greg Jasperse auf dem Programm. Cloudburst, ein beeindruckendes Werk des amerikanischen Komponisten Eric Withacre, verzaubert die Hörer mit ungewohnten Klängen und einer finalen Performance.

Der Max-Klinger-Chor Leipzig spannt 2018 einen großen musikalischen Bogen von der Romantik bis zur Gegenwart und zeichnet damit ein beeindruckendes Bild der Vielfältigkeit dieses Ensembles, das in seinen Auftritten immer wieder durch begeisternde Interpretationen überzeugt.